Gemeinsamer Alltag

Das gemeinschaftliche Leben beginnt schon mit der Selbstverwaltung unseres Hauses. Statt von einem Vermieter abhängig zu sein, regeln wir unsere Angelegenheiten selbst. Gemeinsam können wir unseren Lebensraum gestalten, umbauen, Solaranlagen anbringen oder was immer wir wollen. Die Gemeinschaftsräume und der Garten bieten einen Ort für zufällige Begegnungen im Alltag, die Gelegenheit zum Austausch geben, zwanglos, ohne sich erst verabreden zu müssen. Natürlich unterstützen wir uns auch gegenseitig bei den Aufgaben des Alltags wie Einkaufen, Post annehmen, Kinder hüten, Blumen gießen, … Über die reine Nachbarschaftlichkeit hinaus wollen wir Strukturen und Räume schaffen, in denen sich Gemeinsames entfalten kann. In der offenen, kreativen Atmosphäre können gemeinsame Aktivitäten entstehen. Von Filmabenden über  Yoga und Meditation bis zum gemeinsamen Musik machen reichen einige der Interessen, der Garten bietet ebenfalls ein großes Betätigungsfeld. Auch ein „Philosophischer Salon“ mit Gästen wäre eine Möglichkeit oder auch sportliche Aktivitäten wie z.B. Klettern. Bei der Vielseitigkeit der Interessen eint uns doch ein Grundverständnis, so dass zahlreiche Anknüpfungspunkte für gemeinsame Aktivitäten vorhanden sind. Auch für weitere Projekte wie z.B. Car Sharing gibt es Raum. Dabei soll es aber keinen Gruppenzwang geben, jeder hat die Möglichkeit, sich an Aktivitäten zu beteiligen oder auch sich zurückzuziehen.

Die Gemeinschaftskasse finanziert kleine Anschaffungen des täglichen Bedarfs, soweit sie für die gemeinschaftlich genutzten Bereiche notwendig sind; in die Gemeinschaftskasse zahlt jede Person den gleichen Betrag (wird mit der Miete erhoben), unabhängig von der persönlichen Nutzung (Prinzip der Großzügigkeit). Durch gemeinsame Anschaffung und Nutzung von Dingen können wir den persönlichen Konsum reduzieren und trotzdem mehr nutzen. Größere Anschaffungen für die Gemeinschaft sollen nach Möglichkeit von allen gemeinsam finanziert werden. Es liegt aber in der Verantwortung der Einzelnen sich angemessen zu beteiligen. Für das gemeinschaftliche Gut muss natürlich auch gemeinsam Verantwortung übernommen werden.
Sorgsam mit den Dingen umzugehen gehört dazu, wie auch Aufmerksamkeit und Eigeninitiative bei der Pflege und Instandhaltung. Gewisse Routineaufgaben werden regelmäßig von allen Mitgliedern übernommen.

Die Gemeinschaftsküche bildet ein Zentrum des gemeinschaftlichen Lebens. Hier kann man mehr oder weniger regelmäßig zusammen kochen und Essen. Ob das nur ein mal pro Woche stattfindet oder öfter wird sich zeigen. Wie beim Haus achten wir auch bei der Ernährung auf eine ökologische Ausrichtung. Durch gemeinsamen Einkauf von Grundnahrungsmitteln versorgen wir uns günstig mit Lebensmitteln  aus ökologischem Landbau, die frisch und vollwertig sind und dadurch eine gesunde Ernährung fördern. Vielleicht entsteht daraus ja eine Food-Coop an der sich auch Nachbarn beteiligen können?

>> Gesellschaftliche Wirkung

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