Food-Coop

Eine Food-Coop schafft Lösungsansätze für eine Vielzahl von Problemen, die mit unserer aktuellen Lebensweise einhergehen, dabei geht es um weit mehr als nur gesundes Essen.

Eine Food Coop könnte ein Projekt unserer Hausgemeinschaft werden. Es gibt derzeit (Anfang 2015) in Frankfurt zwei Projekte zur solidarischen Landwirtschaft, die mit verschiedenen Höfen in der Nähe von Darmstadt zusamenarbeiten und Verteilerstellen in Frankfurt haben:

lindengarten-oberramstadt.de

www.solawi-frankfurt-main.de

In Offenbach gibt es eine Food-Coop, bei der wir mit unserem Bürgeler Projekt-Ableger mitglied sind:

terravivaof.wordpress.com

 

Weitere Infos gibt es beim Netzwerk Solidarische Landwirtschaft:

www.solidarische-landwirtschaft.org

 

Ein Überblick über die Vorteile Solidarischer Landwirtschaft von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Lebensmittelkooperativen e.V.:

  • Lebensmittelkooperativen (Food-Coops) sind Zusammenschlüsse von Menschen, die den Einkauf vollwertiger und ökologischer Lebensmittel in die eigenen Hände genommen haben. Sie bestellen gemeinschaftlich und möglichst direkt bei den Erzeugern/innen.
  • Food-Coops wollen über den eigenen Tellerrand hinausgucken; nicht nur an die eigene Gesundheit, sondern auch daran denken, welche Erzeuger/innen und somit Anbauweise wir durch unsere Ernährungsgewohnheiten unterstützen.
  • Bei einer Koop mitarbeiten fördert, sich gesund zu ernähren. Dieser Weg ist nur durch die kooperative Zusammenarbeit aller Mitglieder einer Kooperative gangbar, welche somit das Fundament jeder Kooperative darstellt. Somit ist der sozial-politische Aspekt einer Kooperative ein gleichgewichtiger Grundsatz neben dem ökologisch/ökonomischen Hintergrund.
  • Food-Coop Mitglieder entziehen mit ihrer Ernährungsweise der konventionellen Agrarindustrie, die zur Zerstörung unserer Lebensgrundlage beiträgt, die Unterstützung.
  • Food-Coops beziehen alternativ gehandelten Kaffee und Tee aus biologischem Anbau aus genossenschaftlicher Produktion in „Dritte-Welt”-Ländern, zu Preisen über dem Weltmarktniveau.
  • Durch den Direktbezug der Waren und die in der Regel unbezahlte Arbeit entfällt der Preisaufschlag des Einzelhandels. Dadurch und durch die gemeinschaftliche Übernahme der Arbeiten (es gibt in kleinen Koops keine Angestellten) ergeben sich günstigere Preise für Naturkost, ohne dass die Preise auf Erzeugerseite gedrückt werden. Im Gegenteil erhalten die Höfe so oft mehr als vom Großhandel.
  • Der direkte Kontakt zu den Erzeugenden, der auch persönliches Kennen lernen und Besuche auf den Höfen einschließt, leistet einen Beitrag zur Aufhebung der Entfremdung von unseren Nahrungsmitteln. Sie erlangen so eine angemessene Bedeutung.
  • Der Direktbezug verbessert Information und Kontrolle über die Herkunft der Lebensmittel. So wird auch Verständnis für die verzwickte Situation der Bäuerinnen geschaffen.
  • Die Food-Coop schafft Kontakte zwischen den Menschen aus der Nachbarschaft, die oft auch über die Food-Coop hinausgehen.
  • Bei einer Food-Coop mitmachen, vergrößert den selbstbestimmten Lebensbereich: In der Gemeinschaft organisieren Koopler/innen ihre Lebensmittelversorgung basisdemokratisch.
  • Food-Coops sind ein Schritt vom fremdbestimmten Konsumieren zur bewussten Auseinandersetzung mit unseren Lebensgrundlagen.

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